Pflanzenheilkunde

Früher betrachtete man eine Pflanze und erkannte, wozu sie gut ist. Warum können Pflanzen heilen? Pflanzen sprachen einst zu den Menschen – und sie tun es heute noch. Wir müssen nur wieder lernen, auf die Zusammenhänge und Entsprechungen zwischen Menschen und Pflanzenwelt zu achten. Und wie kommen wir ihren verborgenen Heilkräften auf die Spur? Seit Anbeginn der Menschheit haben Heiler und Hexen, Philosophen und Alchemisten, Mönche und Magier, Naturwissenschaftler und Mediziner versucht, die Geheimnisse der heilsamen Pflanzen auf unterschiedlichsten Wegen zu entschlüsseln und nutzen. Heute steht daher eine Vielfalt von Heilpflanzenzubereitungen und Darreichungsformen zur Verfügung. Richtig angewandt, können sie bei zahlreichen gesundheitlichen Problemen helfen.

Als Heilpraktikerin und Ernährungsberaterin ist es mein Ziel, das Wissen der Pflanzenheilkunde und der Ernährungswissenschaft für den einzelnen Patienten zu verbinden und eine individuelle Therapie zusammen zustellen. Besonders in den Heilpflanzen ist ein großes Potential an Kräften verborgen, die dem Menschen in kranken und gesunden Tagen mehr Vitalität und Gesundheit bringen. Pflanzenheilmittel können zum Beispiel als Frischpresssäfte, Tees, als Trockenextrakt in Kapselform oder Tinktur zubereitet werden. Bekannte Beispiele für Heilpflanzen sind unter anderem die Ringelblume, sie wird traditionell bei Verletzungen verwendet und der Frauenmantel in der Frauenheilkunde.

Die Phytotherapie, auch Pflanzenheilkunde genannt, gehört zu den vom Gesetzgeber anerkannten besonderen Therapierichtungen. Sie wird gerade in Deutschland auf einem sehr hohen Niveau wissenschaftlich erforscht und weiterentwickelt.

Dr. Roger Kalbermatten zum Beispiel entwickelte in der Schweiz ein Herstellungsverfahren, wodurch heimische Pflanzen nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der seelischen Ebene wirken sollen. Die Urtinkturen sollen die Selbstheilung fördern, die Lebenskraft unterstützen und seelische Harmonie geben. Dabei sollen die Urtinkturen sowohl den Körper, als auch die Seele in Einklang bringen. Das sind aber nach der Arzneimittellehre keine Phytotherapeutika, sondern Homöopathika.